|
1. Geschlecht, Fürsorge
und Aufmerksamkeit sind keine natürlichen Tatsachen,
sondern soziale Sedimentierungen, historisch durch
Affekte determiniert und traditionell den Frauen
zugeschrieben.
Die sedimentierte
Geschichte des Geschlechts und der Fürsorge ist alt.
Nahezu seit den Ursprüngen des Christentums waren beide
verbunden mit einem bipolaren Frauenmodell, das einerseits
(positiv) an die Jungfrau Maria als tugendhafte Frau
und Mutter Gottes anknüpfte und das andererseits (negativ)
an Eva anschloss, als große Sünderin der Apokalypse,
als Gesetzesübertreterin und Hure. Der erste der beiden
Pole spaltete sich recht bald in zwei weitere mögliche
Entwürfe, die Mutterschaft und die Jungfräulichkeit,
beide verknüpft mit der Jungfrau Maria und mit der Fürsorge,
während das Bild von Eva und ihren Nachfolgerinnen
(Maria Magdalena, Pelagia, Tais,…) sich in das Stereotyp
der sexuell aktiven Frau wandelte und eben dadurch entwertet
und stigmatisiert wurde.
Offensichtlich
entwickelte dieses bipolare Modell, während es die Zeit
überdauerte und sich im Raum ausbreitete, wichtige
Variationen und erschien in verschiedenen abgewandelten
Funktionen der sozialen Klassen, des geografischen
Raumes und konkreter kultureller Kontexte. Aber ganz
sicher ist, dass es mit der bürgerlichen Kernfamilie
eine perfekte Symbiose einging, die der Kapitalismus zum
dominanten Reproduktionsideal machte und verbreitete,
um das zu produzieren, was Betty Friedan den
"Weiblichkeitswahn oder Die Mystifizierung der
Frau" genannt hat: Die Hure wurde zum negativen
Spiegel, in dem die gute Frau (Mutter und Ehefrau oder
die den anderen ausgelieferte, alleinstehende Jungfrau)
sich sehen musste, um in jedem Moment zu wissen, dass
sie nicht vom rechten Weg abkommen durfte.
Die Aufklärung,
wie auch die Prozesse der Industrialisierung und der
Verstädterung (verbunden mit einer wachsenden Sorge um
die "Hygiene" der Bevölkerungen), schufen in
der Kontrolle der weiblichen Sexualität einen allmählichen
Übergang von religiösen zu gesetzlichen Sanktionen,
der in vielen Ländern (Vereinigte Staaten, Großbritannien,
Australien,…) die Regulierung des Austausches
sexueller Dienste für Geld beinhaltete. So entstand die
Prostitution, wie wir sie heute kennen, also als
spezialisierte/r Beschäftigung oder Beruf innerhalb der
Arbeitsteilung des patriarchalen Kapitalismus, und als
solche begrenzte sie festgelegte Räume und Subjekte
(und hörte dabei auf, ein gelegentliches Mittel für
Arbeiterfrauen oder Bäuerinnen zu sein).
Die Grenze zwischen der Hure und der guten Frau wurde so
auf eine noch nie da gewesen rigide Weise hergestellt.
Infolgedessen wurde eine Frau Hure genannt, wenn sie
nicht angepasst war (oder ein außergewöhnliches
Sexualleben hatte, alleinstehende Mutter oder eine war,
der es gefiel, einfach so zu vögeln), und so
etablierte sich eine klare Trennlinie, die ihr andere Möglichkeiten
verschloss oder verwehrte (auf jeden Fall die Funktionen
einer Ehefrau und einer ehrbaren oder würdigen Mutter).
Auch wenn sie diesen Beruf zu diesem Zeitpunkt noch
nicht hatte, konnte sie ihn auf diese Weise leicht
bekommen. Sie musste den Heiratsmarkt verlassen (den der
"normalen", monogamen, reproduktiven und
untergeordneten Beziehungen) und endete in irgendeiner
Institution (Gefängnis, Kinderheim,…) oder auf der
Straße, genauer: auf dem Strich.
Die Aufmerksamkeit
als abgegrenzte Aktivität bildete so ihrerseits ein
neues Moment. Diese mit den Modellen von Weiblichkeit
assoziierte Fähigkeit des Zuhörens und des Einfühlens,
aber auch die konkreten, historisch den Frauen
zugeschriebenen Aktivitäten (sowohl im Bereich der Fürsorge
als auch auf dem Gebiet des Sex), wurden als eine
spezifische Funktion isoliert und sie wurden zu Arbeiten
für die entstehende Aufmerksamkeitsindustrie in
ihren verschiedenen Varianten gemacht: Telemarketing,
Tele-Shopping, Telefonseelsorge, Kundenberatung,… Auf
diese Weise wird die durch das Geld zu einer Funktion
geregelter Zeitarbeit gewandelte Aufmerksamkeit von der
eigentlichen Kommunikation getrennt. Während diese eine
Beziehung herstellt und Dauerhaftigkeit wie
Zusammenarbeit schafft, ebnet jene einem
funktionalisierten und von Verhaltenscodes (Worten und
Gesten) befreiten Austausch den Weg. In diesem Sinne
sind die Geschichten, die die Call-Center-Arbeiterinnen
von ihrer Arbeit erzählen, besonders aussagekräftig:
Sie handeln vom Zuhören, vom Lächeln (Lächeln durchs
Telefon, obwohl sie dich nicht sehen können – damit
die Stimme freundlich klingt) und vom späteren
Weiterleiten an eine andere Stelle, …oder dem einfühlsamen
Hinhalten. So erzählte uns eine Genossin bei einer
unserer Derivas:
"Du versuchst, die Sachen so gut zu machen, wie
Du kannst, aber Du kannst es gar nicht gut machen, weil
das nicht Deine Aufgabe ist. Es ist nur ein Aushalten;
was hart ist, ist wenn Dir dabei jemand etwas erzählt,
was Dir wirklich Leid tut, dass er schon seit zwei Tagen
ohne Telefon ist beispielsweise, aber Du darfst ihm
nicht sagen: geben Sie sich geschlagen, wir werden es
nicht lösen können, also hältst Du ihn einfach hin
und sagst, dass Du tun wirst, was Du kannst."
Die Empathie wird hier auf ein telefonisches Lächeln
reduziert. Was sagen sie nicht alles zu Mara in "Hablar
por hablar"!
2. Unsere Wege
durch die Stadt, auf denen wir uns und andere nach den
eigenen, alltäglichen Prekarisierungen gefragt haben,
haben uns dazu gebracht, nicht mehr länger von all diesen
Funktionen unabhängig voneinander zu sprechen. Viel
besser lässt sich stattdessen vom Standpunkt eines kommunikativen
Kontinuums "Geschlecht-Aufmerksamkeit-Fürsorge"
her denken.
Wir sagen kommunikativ,
weil diese drei Elemente (Sex, Aufmerksamkeit und Fürsorge)
in Beziehung zueinander stehen und Arten der körperlichen
Kommunikation sind. Aber warum reden wir von Kontinuum?
Auf der einen Seite, um genau die Elemente der Kontinuität
zu betonen, die unterhalb der Ablagerungen existieren,
außerhalb der eingefrorenen Bilder, in den konkreten
und alltäglichen Praktiken, die immer viel komplexer
und fließender sind als jedes Symbol. Auf diese Weise
beanspruchen wir, der angenommenen Natürlichkeit der
Sedimentationen den Kampf anzusagen und Möglichkeiten
für transversale Bündnisse und Konflikte zu eröffnen.
Wie wir an anderer Stelle sagten: "Das Kapital
fragmentiert das Soziale, um Wert abzuziehen, und wir
fügen hinzu: um ihn zu steigern und an andere Orte zu
verlagern".
Auf der anderen
Seite sprechen wir von einem Kontinuum, weil wir
festgestellt haben, dass die traditionellen,
festgelegten Positionen der Frauen (und der zwei
Geschlechter im Allgemeinen) beweglicher geworden
sind, dass sich auf einmal neue Positionen bilden. Die
Hure ist nicht mehr allein und immer eine Hure, und die
Heilige Mutter ist nicht mehr so heilig und auch nicht
alleinige und einzigartige Mutter. Zur gleichen Zeit üben
Telemarketing-Unternehmen und Gewerkschaften dieses
Sektors Druck aus, um die Aufmerksamkeit zu einem
eigenen Berufsfeld mit spezifischem Formationsprozess zu
machen: So wurde die Aufmerksame geboren, diese
Professionelle des Zuhörens und des Weiterleitens (an
andere Telefone, an andere Dienste, an einen weiteren
Anruf oder Besuch). Selbst zu einem Zeitpunkt, an dem
der Arbeitsplatz immer weniger ein (individuelle und
kollektive) Identität organisierendes Element ist, lässt
sich erkennen, dass diese Position sich auf diese Weise
verfestigen könnte.
Aber seien wir ein
bisschen genauer und schlüsseln die Rekonfiguration der
Verbindung zwischen Geschlecht (sexo), Sexualität und
Fürsorge (oder, generischer, Reproduktion) auf, die
Reorganisation der Fürsorgen, das Aufkommen von Sex als
Geschäftsbeziehung weit über die sie beschränkenden
Grenzen hinaus und ihre Beziehung zur
Aufmerksamkeitsindustrie. Wer bietet mehr?
Wir stellen tatsächlich
eine Vervielfältigung in den Varianten dieses eigentümlichen
Vertragstypus fest, der der
"Geschlechtervertrag"
ist. An die traditionellen Verträge der Ehe und der
Prostitution (getrennt durch das patriarchal
heterosexuelle Modell) schließen auf jedes Mal
verbreitetere Weise andere Modalitäten an, so zum
Beispiel die Leihmütter (von Paaren, die keine Kinder
bekommen können) oder die neuen Typen von Heiratsverträgen
(die Ehefrauen auf Bestellung, meist aus den Ländern
des Südens, die Homo-Ehe, die Hochzeiten als Form der
Solidarität zwischen Einheimischen und
Papierlosen,…), und diese zerstören die klassische
Regulation von Geschlecht (sexo), Sexualität und
Reproduktion. Wie zu erwarten war, hat diese Veränderung
in den Vertragsformen eine materielle Entsprechung: Die
Krise des Modells der fordistischen Kernfamilie und die
Ausbreitung anderer Modalitäten des Zusammenlebens:
Single-Wohnungen oder Wohngemeinschaften, transnationale
Familien, nicht durch Blutsbande zusammengehaltene
Gruppen,…
Auf die gleiche
Weise erfährt die Organisation der Fürsorge starke Veränderungen,
die wir, gemeinsam mit anderen Genossinnen, als Krise
verstehen, aber auch als Möglichkeit (für eine
gesellschaftliche Transformation, die Fürsorge und
Wunsch auf eine für alle gerechtere Weise miteinander
verbindet). An anderer Stelle haben wir ausführlich über
die Charakteristika dieser Krise der Fürsorge
gesprochen,
hier beschränken wir uns aus Platzgründen darauf, vier
entscheidende Elemente ihres Auftretens zu nennen: An
erster Stelle der Weg vom Wohlfahrtstaat (er garantierte
mehr schlecht als recht den Zugang all jener, die er
als StaatsbürgerInnen betrachtete, zu einer Reihe von
Rechten) zur "Risikobewältigung" (oder,
besser, zur Beherrschung der Risikosubjekte),
die in die Hände eines sich ausbreitenden "Dritten
Sektors" gelegt wird, in dem die konkrete Arbeit
hauptsächlich von unbezahlten Frauen (und einigen Männern)
und/oder Zeitarbeitsangestellten und Prekären bei
steigendem Druck und hoher Verantwortung geleistet wird.
An zweiter Stelle
die Auslagerung des Heimes. Viele der Aufgaben,
die früher zu Hause durchgeführt wurden, werden heute
auf dem Markt erledigt und viele der Qualitäten der
Heimarbeit durchdringen heutzutage, auf
funktionalisierte Art, das Stadt-Unternehmen.
Fastfood-Restaurants und Tiefkühlkost haben die Hände
der Mutter ersetzt, die, mithilfe der Töchter, das
Essen fertig hatten, wenn die Herren des Hauses nach
ihrem Arbeitstag heimkehrten. Die Einstellung anderer
Frauen (oft Migrantinnen aus den Ländern des Ostens
oder Südens der Welt, in der Regel mit endlosen
Arbeitstagen für sehr niedrige Löhne) wurde zur
verbreiteten Hilfe, die die Last der häuslichen Arbeit
erleichtern half und dazu beitrug, sie mit anderen
Anstellungen außerhalb des Hauses vereinbar zu machen.
Gleichzeitig trug sie damit zu einer Süd-Nord-Umverteilung
auf dem Sektor der Affekte bei, die durch die Krise der
Nachhaltigkeit des Lebens in vielen Ländern des Südens
angespornt wurde. Die extreme Verbilligung der Kleidung
dank der Auslagerungen der Textilindustrie in Länder,
in denen die Produktionskosten viel niedriger sind (und
die Ausbeutungsniveaus viel höher), entheben der
Notwendigkeit, zu Hause zu weben, zu nähen und zu
stopfen. Das Sorgentelefon spendet Konversation und
Trost gegen die Einsamkeit der Großmütter, was deren Töchter
zwischen so vielen Aufgaben und den vielfältigen
Pflichten nicht schaffen. Die traditionellen Fähigkeiten
der Hausfrau (widerstreitende Interessen ausgleichen, Wünsche
erkennen, unterschiedliche Bedürfnisse befriedigen, die
Probleme anderer lösen, …), die in der Schaffung
einer harmonischen und natürlich erscheinenden Umgebung
bestehen, entfalten und verlagern ihre Virtuosität auf
immer mehr segmentierte Unternehmen, weil dieses
Netzwerk sonst zusammenbrechen oder auseinanderfallen würde.…
die Beispiele ließen sich unendlich fortführen. All
das zusammen macht das aus, was Donna Haraway die häusliche
Ökonomie außerhalb des Hauses (la economia casera
fuera del hogar)
genannt hat. Aber um keine
Missverständnisse aufkommen zu lassen: Diese
Auslagerung des Heimes setzt nicht voraus, dass die Fürsorge-Arbeit
vollständig vom Markt aufgesogen worden wäre. Ihre
Koordinierung der Sicherung der Nachhaltigkeit des
Lebens und ein guter Teil ihrer konkreten Aufgaben
fallen weiterhin hauptsächlich unbezahlt in die Hände
und Herzen der Frauen und der Netzwerke, die diese
schaffen können. Es ist also noch nicht die vollständige
Vereinnahmung des Privaten, sondern all das geschieht
innerhalb eines dichten Netzes, das das Zuhause,
andere Sphären und Länder durchdringt, und
gelegentlich in der Telefonleitung und dem Modem die
wichtigste Unterstützung findet.
Fahren wir fort mit
unserer Physiognomie der Fürsorge-Krise: Das dritte
Element, aus dem sie besteht, ist das Fehlen von Zeit, (Hilfs-)Mitteln,
Anerkennung und der Bereitschaft, die unbezahlte Fürsorge-Arbeit
anzuerkennen. Die Deregulierung der Arbeit macht es unmöglich,
sie mit Aufmerksamkeitsleistungen denen gegenüber, die
intensiver Fürsorge bedürfen (Kinder, Kranke, körperlich
oder geistig Eingeschränkte, Alte,…), zu
vereinbaren, und Frauen sind immer weniger bereit, diese
unsichtbare "Last" alleine und ohne
Anerkennung und Bezahlung zu übernehmen. Ergebnis ist
eine fehlende Absicherung bei Krankheit und im Alter für
all diejenigen, die nicht über das Geld verfügen, um
sich die Pflege zu den Preisen des Marktes kaufen zu können.
Zuletzt kommen wir
auf die Fragen der Urbanität: Die Krise (und Zerstörung)
der ArbeiterInnenviertel und ihres starken Sinns für
Gemeinschaft hat den Weg für einen Prozess der
Privatisierung von öffentlichen Räumen frei gemacht,
der seinen höchsten Ausdruck in den abgeschlossenen
Wohnvierteln, den großen Einkaufszentren und der
Hegemonie des Autos findet. Aber wie können wir neue
Bindungen und von ihnen ausgehende Beziehungen der
Solidarität und der Fürsorge schaffen, wenn wir nicht
einmal ein "Wir" voraussetzen können, wenn
unser alltäglicher Kontakt sich darauf reduziert, dass
wir uns über den Ladentisch, durch verspiegelte
Scheiben oder die Gitter des Innenhofgartens sehen,
unter dem blendenden Glanz der Werbezäune oder
eingetaucht in den atemberaubenden Rhythmus der
Schaufenster? Vielleicht sind die Gangs des Viertels für
uns so etwas wie das Grinsen des Cheshire-Katers für
Alice, die uns den Weg weisen von der Straßenecke möglicher
affektiver (und fürsorglicher) Territorialisierungen in
die privatisierte Stadt…
Die Deplatzierungen
sind auch vom Gesichtspunkt des Güterkonsums und der
sexuellen Dienstleistungen aus zu begreifen. Die
Sexindustrie wächst, sie internationalisiert sich, sie
differenziert sich aus, sie verkompliziert sich und
sie mischt sich mit anderen (in Form der Erotik-Hotlines
oder der Party-Lines zum Beispiel mit der
Aufmerksamkeitsindustrie). Die Frauen bleiben nicht nur
ihre hauptsächliche Arbeitskraft, sondern beginnen auch
als Konsumentinnen aufzutauchen… klar, sofern sie das
nötige Kleingeld haben, dafür zu bezahlen! Sex als
Geschäftsbeziehung durchdringt andere Räume (Sex-Mode,
Sex-Spektakel, Sex-Heimarbeit, Sex-Fürsorgedienstleistungen,
Sex-Hostessen für Kongresse) und, der Reihe anderer
Konsumgenüsse einfach eingegliedert, wird er immer mehr
in der Werbung eingesetzt, seien es Hardcore- oder
gemilderte Formen. Auf diese Weise wird sein Ort
unsicherer, generalisierter, und wer sich schlecht
benimmt, sieht sich nicht gleich auf die andere Seite
der Barriere befördert, in einen anderen Beruf, in eine
bestimmte Lebensweise… Diese paradoxe
Hypersexualisierung, die die Sexualität gegenwärtiger
und sichtbarer denn je macht – ohne die
Stigmatisierung der direkten sexuellen Dienstleistungen
(Prostitution) auch nur im geringsten abzuschwächen –
und die tatsächlich neue interne Grenzen in der
Sexindustrie selbst schafft (Porno-Sex, Straßen-Sex,
Telefon-Sex), muss als Erfüllung eines festen und
ausschließlich heteronormativen Plans gelten. Eins
steht fest: Der Kapitalismus hat gelernt, auch andere
Sexualitäten zu tolerieren und von ihnen zu
profitieren, aber nur, wenn er sie begrenzen und sich
irgendwie ihrer Intelligibilität versichern kann.
Schließlich ist der Kapitalismus, außer einer
festgelegten Art und Weise der Produktion, ebenso ein
unhintergehbares Axiom, das heißt, er ist ein
spezifischer Modus der Regulation der Ströme (von
Personen, Dingen, Ideen, Bildern, Affekten,…) und er
ist fähig, Differenzen zu verschlingen, jedes Mal
wenn er sie seinem Konvertibilitätssystem unterwerfen
kann.
Die Verschiebung
der Grenzen und die Verflüssigung der weiblichen
Positionen, ebenso wie die Herausbildung von neuen
Positionen und Sedimentationen sind real. Doch in all
diesen Fällen ist unter jeder Schicht der Affekt
wirksam: fähig, die Fürsorge zu pornoisieren/erotisieren,
die Sexualität (und ihre Bilder) fürsorglich zu
machen und die Aufmerksamkeit an die eingefleischte, fürsorgliche
und erotische Kommunikation zwischen denkenden Körpern
rückzubinden.
3. Die Fürsorge
mit ihrer ökologischen Logik steht der Sicherheitslogik
in der prekarisierten Welt entgegen.
Die gegenwärtige
Situation zeichnet sich aus durch die Verbindung der
Makropolitiken der Sicherheit mit ihren alltäglichen
Gegenstücken, den Mikropolitiken der Angst. In großem
Umfang beobachten wir, wie die westlichen Regierungen
den Einsatz dieser Sicherheitspolitiken als eine Antwort
auf die gegenwärtige geopolitische Lage rechtfertigen,
die vor allem durch die "terroristische Bedrohung"
bestimmt wird. Diese Makropolitiken artikulieren sich
Tag für Tag mit den Mikropolitiken der Angst, direkt
verbunden mit der Deregulierung des Arbeitsmarktes und
der Instabilität, die diese hervorruft. Gleichzeitig
wird versucht, den Konsum als einzige verbleibende öffentliche
Aktivität durchzusetzen, und es verschwinden Räume organisierter
Sozialität, die sich entlang anderer Achsen entwickeln.
Die Sicherheitslogik triumphiert als Form, sich unserer
Körper zu bemächtigen, und sickert so in die verschiedenen
Schichten unserer Gesellschaften ein. In diesem Kontext
der Unsicherheit und der Deterritorialisierung ist die
Prekarität nicht mehr nur ein Merkmal der schlimmsten
Arbeitsplätze. Heutzutage können wir von einer Prekarisierung
der Existenz sprechen, um eine Tendenz zu benennen,
die die gesamte Gesellschaft durchzieht und die mehr
und mehr ein Klima der Instabilität nährt. Die Prekarität
funktioniert wie eine Erpressung, weil wir verletzlich
sind im Hinblick darauf, was sie morgen mit unserem
Arbeitsplatz machen, auch wenn wir heute einen unbefristeten
Vertrag haben, weil die Mieten, die Hypotheken und die
Preise im Allgemeinen steigen, aber unsere Löhne nicht,
und weil die sozialen Netze ziemlich ramponiert sind
und die Herstellung von Gemeinschaft heutzutage eine
schwierige Aufgabe ist und weil wir nicht wissen, wer
sich morgen um uns kümmern wird… Die Sicherheitslogik
gründet sich auf Angst, sie konkretisiert sich in Praktiken
der Beherrschung und schafft Vereinzelung, indem sie
darauf besteht, soziale Probleme als individuelle darzustellen.
Die Praktiken der Beherrschung verwandeln die Subjekte,
die Fürsorge und Rechte brauchen, entweder in arme Opfer
oder in für den Rest der "normalisierten"
Gesellschaft gefährliche Subjekte, die gebändigt und
kontrolliert in abgegrenzten Nischen bleiben sollen.
In der aktuellen Situation der Beschneidung von Rechten
und der Verminderung sozialer Maßnahmen ist dieser Standpunkt
allgegenwärtig und kontrollierend und sein Ziel ist
es, zu versuchen, eine Ordnung aufrechtzuerhalten, die
die Verkehrung zwischen einer Situation des Risikos
oder der Verletzlichkeit und dem Gefährlich-Sein weiter
fortsetzt. Um diese Aufgabe der Beherrschung zu leisten,
vermehren sich neue soziale Agenten wie die privaten
Sicherheitsunternehmen und die NGOs, die noch mit alten
Dispositiven hantieren – die staatliche Sicherheitspolizei
und die Disziplinarinstitutionen spielen weiterhin ihre
Rolle.
Gegenüber dieser
herrschenden Logik besteht unser Einsatz darin, den
feministischen Vorschlag der Logik der Fürsorge zu
bergen und neu zu formulieren.
Eine Fürsorge, die hier als eine Art und Weise erscheint,
die die Körper in Opposition zur Logik der Sicherheit
berücksichtigt, denn an Stelle der Beherrschung sucht
sie die Nachhaltigkeit des Lebens, und anstatt auf Angst
basiert sie auf Kooperation und Interdependenz, der Gabe
und sozialer Ökologie.
Auf der Suche nach
einer Definition der Fürsorge lassen sich vier Schlüsselelemente
ausmachen:
– Affektive
Virtuosität: Es handelt sich um ein Kriterium der
sozialen Ökologie, das mit der Idee einer Fürsorge
bricht, die geschieht, weil jemand dich mag, und schlägt
stattdessen vor, sie als ethisches Element zu
verstehen, das jede Beziehung charakterisiert. Diese
affektive Virtuosität hat mit Empathie zu tun, mit
Intersubjektivität, und beinhaltet ein unerlässlich
kreatives Merkmal, sie macht das Leben aus und den Teil
der Arbeit (sowohl der bezahlten als auch der
unbezahlten), der nur schwer gesetzlich einzuordnen
ist. Das, was dem Gesetz entgeht, bringt uns zu dem, was
bisher unberücksichtigt blieb, es öffnet den Bereich
des Denk- und Lebbaren und ist das, was Beziehungen
herstellt. Diese affektive Komponente muss
notwendigerweise berücksichtigt werden, um den radikal
politischen Charakter der Fürsorge herauszustellen.
Denn wir wissen – diesmal ohne Raum für Zweifel –,
dass das Affektive das Effektive ist.
– Interdependenz:
Wir teilen das Bekenntnis der vielfältigen Abhängigkeit
zwischen den BewohnerInnen dieses Planeten und begreifen
die soziale Kooperation als unerlässliches Werkzeug, um
diesen zu genießen und uns auf ihm wohl zu fühlen.
Die Aufgabe, die Fürsorge zu politisieren, bedeutet,
das Konzept zu öffnen und die Fäden zu zerreißen, an
denen ihr Inhalt noch hängt: bezahlte Fürsorge, nicht
entlohnte Fürsorge, Selbstfürsorge und schließlich
jene Aktivitäten, die die Nachhaltigkeit des Lebens
sichern. Als Menschen sind wir voneinander abhängig,
die Positionen sind nicht statisch und es sind nicht nur
"die anderen", die der Fürsorge bedürfen.
Der Vorschlag besteht darin, jene Positionen zu
destabilisieren, die eine Arbeitsbeziehung zum Maßstab
nehmen und deshalb immer noch viel starrer sind. Denn
wir wollen weit über die marktförmige Vermittlung
hinausgehende Beziehungen denken, solche die der Logik
der Gabe folgen, in der man nicht weiß, was, wie und
wann man etwas als Gegenwert zurückbekommt.
– Transversalität:
Wenn wir von Fürsorge sprechen, beziehen wir uns auf
einen Begriff mit zahlreichen Dimensionen. Wie wir
bereits gesehen haben, umfasst er bezahlte und nicht
bezahlte Arbeit, er verwischt die beharrlich gezeichnete
falsche Grenzlinie zu seiner als unabhängig
vorgestellten Umgebung, und er durchkreuzt auf
untrennbare Weise das Materielle und das Immaterielle
(gefühlsmäßige, subjektive, sexuelle und
Beziehungsaspekte) unserer Leben, unserer Bedürfnisse
und Wünsche. Fürsorge existiert in geschäftlichen Sphären
und in solchen, die sich aus dem Markt heraushalten, sie
ist im Zuhause und außerhalb dessen, sie verbindet
eine Menge von Aufgaben und beansprucht verschiedene
spezifische Kenntnisse. Die Fürsorge macht von neuem
augenfällig, dass wir Lebenszeit und Arbeitszeit nicht
klar voneinander abgrenzen können, denn ihr Werk
besteht genau darin, Leben zu erzeugen.
– Alltäglichkeit:
Die Fürsorge ist jene kontinuierliche Linie, die immer
gegenwärtig ist, denn wäre sie es nicht, könnten wir
nicht weiterleben; sie variiert nur ihre Intensität,
ihre Qualitäten und ihre Organisationsform (mehr oder
weniger ungerecht, mehr oder weniger ökologisch). Wir
sprechen von der Nachhaltigkeit des Lebens, das heißt,
von affektiven Techniken für alltägliche Aufgaben, die
wir als Rohstoff des Politischen sichtbar machen und
aufwerten wollen. Denn wir wollen soziale Gerechtigkeit
nicht denken, ohne die Situationen zu berücksichtigen,
in denen sie Tag für Tag hergestellt wird.
Affektive Virtuosität,
Interdependenz, Transversalität und Alltäglichkeit
machen also die wesentlichen Inhalte eines fürsorglichen
Know-how aus, Ergebnis kollektiver und
gemeinschaftlicher Intelligenz, das mit der
Sicherheitslogik bricht und auf diese Weise Risse in den
Mauern der Angst und der Prekarisierung hervorruft. Aber
Vorsicht, dies ist kein Rezept für aufopfernde Frauen,
sondern ein Weg, auf dem sich auf einer radikalen
sozialen Transformation beharren lässt.
4. Aktuell besteht
eine der fundamentalen biopolitischen Herausforderungen
darin, eine Kritik der gegenwärtigen Organisation von
Geschlecht, Aufmerksamkeit und Fürsorge zu formulieren.
Zu entwickeln ist ebenso eine Praxis, die von diesen
als Zusammenhang ausgeht und sie rekombiniert, um neue,
freiere und kooperative Formen des Affekts zu produzieren,
in deren Zentrum die Fürsorge steht, ohne sie aber von
Geschlecht und Kommunikation zu separieren.
Und was bedeutet
es, die Fürsorge ins Zentrum zu stellen, und in welchem
Sinne ist dieser Vorschlag dazu angetan, sich in eine
biopolitische Herausforderung zu verwandeln?
Wenn wir von
ins-Zentrum-stellen reden, meinen wir eigentlich,
genauer, zurückholen: Denn die Fürsorge, so wie wir
sie verstehen, ist tatsächlich bereits im Zentrum. Und
mehr noch: Sie war immer Zentrum und wird es bleiben.
Das Zentrum im Sinne von Anfang und Hauptsache,
verstanden als Arche der menschlichen Existenz
und der sozialen Beziehungen. Denn die Fürsorge ist
das, was das Leben möglich macht (sie lässt es
entstehen, sie nährt es, sie lässt es wachsen, sie
heilt es,…), sie ist das, was es freundlicher machen
kann (indem sie Beziehungen der Interdependenz zwischen
den Körpern herstellt) und interessanter (indem sie
Austauschverhältnisse aller Arten von Strömen, Wissen
und Übertragungen schafft), und sie ist schließlich
das, was dem Leben so etwas wie Sinn geben kann.
Aber diese Realität, die bislang im gering geschätzten
Bereich der Reproduktion verborgen wurde, und die
bereits tausendmal vor den patriarchalen Mystifikationen
durch feministische Kritiken der politischen Ökonomie
gerettet worden ist, sie verbreitet sich heute wieder,
übrigens integriert in die unentbehrlichen Analysen des
italienischen Postoperaismus über die immaterielle
Arbeit, die Formen der Ausbeutung und die subversiven Möglichkeiten
der neuen Arbeitsformen. Einer der schlimmsten Fehler
dieser Analysen besteht laut Negri/Hardt in der
"Tendenz, ausschließlich die intellektuellen und körperlosen
Aspekte der neuen Arbeitstätigkeiten in der
biopolitischen Gesellschaft zu behandeln. Die
Produktivität der Körper ist, ebenso wie der Wert des
Affekts, in diesem Kontext absolut zentral."
Insofern würde unser Vorschlag, die Fürsorge ins
Zentrum zu stellen, unter anderem darin bestehen, die
affektive Komponente der immateriellen Arbeit von der
Peripherie oder aus dem Schweigen zu retten und sie vor
denen zu bewahren, die sie aus der Analyse der Realität
auszuklammern pflegen. Und es bestünde darin, die Unmöglichkeit
zu erkennen, sie von der Materialität der Körper zu
trennen – auch wenn der Kapitalismus darum bemüht
ist, diese Trennung aufrechtzuerhalten bzw.
herzustellen. Und es bestünde schließlich darin, die Fürsorge
wieder an der Stelle zu verorten, die ihr entspricht und
die sie – wir bestehen darauf – bereits einnimmt.
Zurück zum
Kontinuum: Nur wenn die Hausmädchen, die Huren, die
Telefonsexarbeiterinnen, die Stipendiatinnen,
Telefonistinnen, Sozialarbeiterinnen,
Krankenpflegerinnen, Freundinnen, Mütter, Töchter, Genossinnen,
Geliebte,…nur wenn die Fürsorgerinnen, die wir alle
sind und die wir alle sein müssen, nur wenn wir die
fundamentale Rolle der (bezahlten oder unbezahlten) Fürsorge-Arbeit
und den sozialen Reichtum, den sie produziert,
wiederentdecken, und nur wenn wir sie aus der
Unsichtbarkeit, der Hyperausbeutung, der
Bedeutungslosigkeit und der sozialen Schmach, deren
Objekt sie ist, reißen, nur dann werden wir vorbereitet
sein, aus ihr die in ihr liegende, transformatorische
Kraft ziehen zu können.
Einmal ans Licht
gezerrt, könnte das revolutionäre Potenzial der Fürsorge
diejenige Logik werden, die unser Leben regelt, indem
sie nicht nur die Logik der Sicherheit ersetzt, sondern
auch jene andere, darunter liegende Logik: die der
Nutzen- und Gewinnimperative. Momentan sind es die
Interessen des Kapitals, die die Produktion (was, wie
und wann produziert wird), die Räume (die Häuser, die
wir bewohnen, die Entwürfe unserer Städte und Dörfer,
selbst die globale Geografie und ihre Grenzen), und die
Zeiten (die Arbeit und die Muße, das Tempo und die
Zeitausbeute) bestimmen. Aber warum nicht damit anfangen,
sich eine Organisierung des Sozialen vorzustellen und
sie aufzubauen, die die Menschen an die erste Stelle
setzt, die unsere Nachhaltigkeit berücksichtigt – vom
Zugang zur Versorgung bis zum Recht auf Affekte –, die
sich an unserer Entfaltung als menschliche Wesen
orientiert – vom Zugang zum Wissen, zur Bildung und
zur Information bis zu weltweiter Bewegungsfreiheit –
und die sich nach unseren Wünschen richtet? Das ist
die biopolitische Herausforderung.
Und um dies zu
bewerkstelligen, brauchen wir Werkzeuge. Eines davon ist
der Fürsorge-Streik. Ja, es scheint ein Paradox zu
sein, denn der Streik ist immer eine Unterbrechung und
eine Sichtbarmachung, und die Fürsorge ist jene
kontinuierliche und unsichtbare Linie, deren
Unterbrechung verheerend sein würde. Aber um zu sehen,
dass das Paradox keines ist, fehlt nur noch ein Wechsel
der Perspektive: Nicht der Fürsorge-Streik wäre dann
paradox, sondern jene Unterbrechung der Ordnung, die er
unweigerlich in dem Moment produziert, in dem wir tatsächlich
die Fürsorge ins Zentrum stellen und sie politisieren.
Demnach erscheint
uns der Streik in erster Linie als Anfrage:
"Welcher Art ist Dein Fürsorge-Streik?" Eine
Interpellation, die sich an alles richtet: an alles, was
wir als Hausmädchen, als Hausfrauen, als Huren, als
Krankenpflegerinnen, als Telefonistinnen… tun. Sie
richtet sich auch daran, wie wir die Fürsorge denken,
weil dies das Zusammenkommen ermöglicht, daran, wie wir
Brücken bauen, weil die Affekte diese überqueren,
daran, wie wir uns Welten vorstellen, weil in ihnen die
Nutzenökonomie durch die Ökologie der Fürsorge
ersetzt wird… Und, warum nicht, auch an die Männer.
Oder ist es so, dass wir niemals mit der Mystik aufhören
werden, die die Frauen dazu zwingt, sich auf eigene
Kosten um die anderen zu kümmern, und die den Mann
unfähig macht, sich zumindest um sich selbst zu kümmern?
Oder ist es so, dass wir niemals aufhören werden,
traurige Männer oder Frauen zu sein, und niemals
anfangen werden, die aufgezwungenen Geschlechtsattribute
hinter uns zu lassen?
Zweitens erscheint
uns der Streik als eine vielfältige und alltägliche
Praktik: diese Praktiken werden es sein, die
vorschlagen, den öffentlichen Raum, der heute zu einem
Konsum-Raum geworden ist, in einen Ort der Zusammenkünfte
und der Spiele umzuwandeln, indem sie ein "reclaim
the streets" vorbereiten, sie werden es sein, die
vorschlagen, einen Streik im Krankenhaus zu
organisieren, wenn die Arbeitsbedingungen es nicht
mehr erlauben, sich so um die Kranken zu kümmern, wie
es ihnen zusteht, und sie werden es sein, die heute den
Wecker ausmachen, sich eine Auszeit nehmen und sich dem
Tag widmen und die sich mit anderen verbünden, um Nein
zu sagen zu den Freiern, die sich weigern, Kondome zu
benutzen… Es werden diese Praktiken sein, die sich der
Vertreibung von Minderheiten aus dem Zentrum der
"Zuflucht" widersetzen, in dem sie arbeiten;
sie werden es sein, die sich trauen – wie die
Vereinigung der Betroffenen der Attentate vom 11. März
(2004) –, die Fürsorge in die politische Debatte
einzubringen, indem sie Maßnahmen vorschlagen und
parteipolitische Vereinnahmungen ihrer Situation zurückweisen;
sie werden es sein, die die Schürze aus dem Fenster
werfen und sich fragen "Wofür soviel Sauberkeit?",
und die die Kräfte vereinigen, um zu fordern, dass sie
wie Gehandicapte und nicht wie Bemitleidenswerte
behandelt werden, als Personen ohne ökonomische Mittel
und nicht wie Stumpfsinnige, als MigrantInnen ohne
Papiere und nicht wie potenzielle DelinquentInnen, als
autonome Personen und nicht wie institutionalisierte Abhängige.
Diese Praktiken werden es sein…
Darum ist die Fürsorge
kein häusliches Problem, sondern eine öffentliche
Angelegenheit und ein Generator für
Auseinandersetzungen.
Aus dem Spanischen/Castellano
von Jens Kastner
Der Text wurde auch publiziert in: Kulturrisse 02/05.
|